Hier eine kleine Liste von nicht mehr ganz aktuellen Hollywood-Filmen mit spirituellen Bezügen. In etwas veränderter Form finden Sie diesen Artikel auch im Webportal der Zeitschrift "Connection spirit".
Filme mit ganzheitlichen Bezügen A-Z
"AI Künstliche Intelligenz"
(2001)
von Steven Spielberg
philosophischer und berührender Film über einen künstlichen Jungen, der die wesentlichen Fragen des Lebens stellt und letztlich menschlicher als die Menschen erscheint. Irgendwann sind alle Menschen ausgestorben und der Junge wird von ausserirdischen Wesen beobachtet, die über ihn zu erforschen versuchen, wie die Menschen wohl mal gewesen sind…
Contact
(1997)
von Robert Zemeckis, mit Jodie Foster
Die Suche nach Ausserirdischen führt für eine "SETI" Forscherin zum Erfolg: Sie antworten! Nach und nach übermitteln Sie ihr die Bauanleitung eines komplexen Gefährts, mit dem man die freundlichen Aliens besuchen kann. Natürlich interessiert dies auch die Regierung und das Militär, mit denen Jodie zusammenarbeiten muß. Die Reise gelingt, sie erlebt Faszinierendes doch ist es wirklich geschehen? Sind die erstaunlichen Botschaften von höherentwickelten Wesen authentisch oder hat sie sich alles nur eingebildet? Der Film läßt viele Fragen offen, zeigt Möglichkeiten auf. Wo sind die Grenzen des Verstandes? Wo ist Gott?…
"Erleuchtung garantiert"
(1999)
von Dories Dörrie, mit Uwe Ochsenknecht und Gustav-Peter Wöhler
Eine witzige Story über zwei Brüder, die einfach mal ganz weit weg wollen - nach Kyoto in einen japanischen Tempel. Allmählich stellt sich heraus, daß der große Esoterik- und Feng Shui-Experte Gustav mit den vielen Regeln im Tempel nur schwer klar kommt und während der Meditation meist von Brathähnchen träumt, während sein unbedarfter Bruder wie selbstverständlich die richtige Meditationshaltung einnimmt… Man spürt die Intensität und Ehrlichkeit: Die beiden Schauspieler und Dories Dörrie wußten tatsächlich nicht, wie es ihnen ergehen würde. Im Kloster haben sie alles im halbdokumentarischen Stil entstehen lassen und so wurde aus dem ursprünglich geplanten Ende ein ganz anderes. Der Film entmystifiziert die heiligen ZEN-Rituale auf erfrischende Weise, ohne sie lächerlich zu machen…
"Fearless Jenseits der Angst"
(1993)
von Peter Weir, mit Jeff Bridges
Ein bewegender Film über die Begegnung mit dem Tod und die Überwindung von Traumen: Max überlebt einen Flugzeugabsturz und fühlt sich seitdem unverwundbar, frei, aber bar jeden Gefühls. Durch einen Psychologen begegnet er Clara, die ebenfalls in der Maschine war, und seitdem nicht mehr leben will. Beide begleiten sich, irgendwann gelingt Max in den Armen seiner Frau eine Art Wiedergeburt ins Leben…
"Das fünfte Element"
(1997)
von Luc Besson, mit Bruce Willis
In unseren alten spirituellen Lehren gilt das fünfte Element als die "Quintessenz", höher stehend als die vier uns bekannten. Dieser Uräther wird auch als das menschliche Element gedeutet - in der höchsten Form die Liebe. Sie ist es, die die Menschheit nach einem aberwitzigen Kampf und zahllosen Abenteuern (die Bruce Willis cool und lässig besteht) vor "dem Bösen" rettet. Dieses wird immer größer, je mehr die Menschen es bekämpfen - auch eine esoterische Binsenweisheit. Der Film ist witzig, spannend und besticht durch kunstvolle Visualität und die originelle Musik von Eric Serra.
"Ghost Nachricht von Sam"
(1990)
von Jerry Zucker, mit Woopie Goldberg und Patrick Swayze und Demi Moore
Der junge Investmentberater Sam wird überraschend Opfer eines Mordanschlags. Erst nach einiger Zeit begreift er dies und wandelt weiter als Geist umher. Niemand kann ihn mehr wahrnehmen, auch seine Freundin nicht, die er unbedingt vor erneuter Gefahr warnen will. Dies gelingt ihm, als er Kontakt aufnimmt zu einem Medium, das diese Gabe aber zunächst überhaupt nicht annehmen will – fulminant gespielt von Woopie Goldberg. Eine schöne, witzige und spannende Story um das Dies- und Jenseits und die Liebe, die alles verbindet…
"Herr der Ringe 1-3"
(2001 – 2004)
Filmtrilogie
Ohne Zweifel ein Meisterwerk, die Verfilmung von Tolkiens Romantrilogie. Viele keltische und esoterische Elemente kommen darin vor. Die Elben sind wie geistige Führer des Menschenvolkes. Sie ziehen sich zurück, um die Menschen selbst ihr Schicksal in die Hand zu geben - das erinnert an Legenden vergangener weiser Völker wie jenen aus Atlantis. Der geheimnisvolle Ring, um den sich alles dreht; der Kampf des Guten gegen das Böse; die Transformation des Gandalf des "Weißen"; die Natur, die sich gegen ihre Zerstörung wehrt - viele Motive aus Sagen spiritueller Traditionen lassen sich finden. Auch ist es eine schöne Geschichte über Freundschaft.
"Der Himmel über Berlin"
(1987)
von Wim Wenders, mit Bruno Ganz und Otto Sander
Ein poetisches Filmmärchen über einen Engel, der sich danach sehnt, Mensch zu werden. Zunächst wandelt er als Engel in Berlin über den Dächern, lauscht den Gedanken der Menschen, beschützt sie, versteht sie oft nicht und philosophiert seinen geflügelten Kollegen. Dann verliebt er sich in eine Trapezkünstlerin, und entscheidet sich, als verletzlicher, unfertiger Mensch vollends auf die Erde zu kommen. Wunderschön durch die epischen Dialoge und die zum Großteil schwarzweiß gefilmten Eindrücke des damaligen Berlin.
"Die Legende von Bagger Vance"
(2000)
von Robert Redford, mit Matt Damon und Will Smith
Der einst erfolgreiche Golfer zerbricht seelisch an den Wirrnissen des 1. Weltkriegs. Er lebt nur noch so dahin, bis ihm Bagger Vance begegnet - ein schwarzer Caddy. Nach und nach ermutigt er ihn, wieder Golf zu spielen, coacht ihn, provoziert ihn und bringt ihn ins Leben zurück. Immer fröhlich und entspannt begleitet Bagger ihn zu grossen Siegen und verabschiedet sich dann ebenso easy. Auf einer Ebene ein schöner Golf-Film, auf der anderen eine Geschichte zwischen dem Suchenden und seinem spirituellen Lehrer. Dessen Botschaft: Finde deinen eigenen, deinen "authentischen Schlag"…
"Krieg der Sterne Episode 1 – 6"
(1976 - 2005)
Wegweisendes Weltraummärchen mit vielen spirituellen Elementen: "Die Macht" fungiert als eine Art Urkraft, Lebenskraft, mit deren Beherrschung vieles möglich wird. Obi Wan Kenobi, der Lehrer von Luke Skywalker, führt ihn weiter nach seinem Ableben als geistiger Führer. Die Jedi Ritter haben vieles von spirituellen Führern sie haben eine lange Ausbildung zu absolvieren, in der sie lernen, ihrem inneren Gefühl zu vertrauen, bewußt zu werden und mit dem Schwert für Wahrheit und das Gute zu kämpfen. Im neuesten Werk, "Episode 3" geht es um die Entscheidung, welchen Weg der Held gehen will den Weg des Lichts oder dem des Bösen…
"Little Buddha"
(1993)
von Bernando Bertolucci, mit Keano Reeves
Wunderschön für Freunde des Buddhismus und solche, die es werden wollen: Ein kleiner Junge in Chicago scheint die Wiedergeburt eines großen spirituellen Lehrers zu sein jedenfalls bekommen dies tibetische Lamas durch ein Orakel mitgeteilt, die daraufhin schnurstracks in die USA fliegen und den Jungen und seine Eltern besuchen. Erst allmählich entschließen sich diese, der Einladung ins tibetische Kloster zu folgen, wo der Junge geprüft werden soll. In einer Parallelhandlung wird die Lebensgeschichte Buddhas erzählt märchenhaft, originell und mit dem dazu prädistinierten Darsteller Keano Reeves. Das Ganze hat Witz und Esprit, und man erfährt nebenbei einiges über buddhistische Lehren. Einer der Lamas wird übrigens von dem echten tibetischen Lehrer Sogyal Rinpoche dargestellt!
"Matrix", "Matrix Reloaded", "Matrix Revolutions""
(1999 – 2003)
von den Wachowski-Brothers, mit Keanu Reeves
Beispiellose Filmtrilogie: Feinstes Actionkino und hochphilosophische Gespräche. Der Held Neo erkennt nach und nach die verschiedenen Realitäten, in denen er lebt. Die Scheinwelt entpuppt sich als Illusion, aus der er entführt und gerettet wird und als Messias auch seine Mitmenschen retten soll. Doch er muß sich entscheiden: Welchen Weg will er gehen? Die beiden Fortsetzungen erreichen nicht die geniale Komplexität und Spannung des ersten Teils, erweitern aber jeweils auf spannende Weise die Saga. Viele Wahrheiten und Metaphern sind zu entdecken. Eine kongeniale Kombination für Freunde des gelungenen Actionkinos und des Buddhismus und der Advaita-Lehre…
"Mr. Jones"
(1993)
von Mike Figgis mit Richard Gere
Mr. Jones hat unglaubliche Energie, Charme und überhaupt keine Angst. Zwischendurch aber fällt er in tiefste Depression und Apathie. Eine Psychaterin nimmt sich seiner an. Beide verlieben sich ineinander, was die Sache nicht einfacher macht… Erst allmählich gelingt es ihm mit ihrer Hilfe, auch seine Schattenseiten anzunehmen. Wunderbar gespielt und sehr bewegend!
"Poltergeist"
(1982)
von Tope Hooper
Steven Spielberg produzierte diesen Horrorfilm, der voller spiritueller Botschaften und Wahrheiten steckt und mit einer positiven Botschaft endet. Ein Poltergeist spielt im Hause einer typisch amerikanischen Familie verrückt. Anfänglich originell und witzig verwandeln sich diese Phänomene allmählich in gruselige Dinge bis sogar die kleinste Tochter entführt wird. Erst ein Medium kann Abhilfe schaffen und ein aus alten Zeiten begangenes Unrecht zurechtbiegen. Sicher nichts für schwache Nerven!
"Schatten der Vergangenheit"
(1991)
von und mit Kenneth Branagh
Der erste und bisher einzige Reinkarnations-Thriller in Hitchcock-Manier: Eine junge, verwirrte Frau engagiert einen Privatdedektiv. Er soll herausfinden, wer sie ist. Es stellt sich unter Hypnose heraus, daß sie ermordet wurde in einem früheren Leben. War es Ihr früherer Mann, mit dem sie jetzt wieder zusammen lebt?
"Schindlers Liste"
(1993)
von Steven Spielberg, mit Ben Kingsley und Liam Neelson
Zutiefst bewegende, wahre Geschichte über den Großindustriellen Oskar Schindler, der trotz mancher unangenehmer Eigenschaften aus tiefen Mitgefühl über 1100 Juden rettet
"The Sixth Sense"
(1999)
von M. Night Shyamalan, mit Bruce Willis
Spannender Mystery-Thriller mit einem erstaunlichen Ende: Der Kinderpsychologe Crowe wird mit dem Auftrag, einen Jungen zu beschützen, nur schlecht fertig – dieser behauptet nämlich, Tote sehen zu können. Crowes Schicksal vermischt sich immer mehr mit der Geschichte dieses Jungen hat es mehr mit ihm zu tun, als er wahrhaben will? Das Ende liefert überraschende Inspirationen über unsere Wahrnehmung und darüber, wie wir und dieses Wahre oft zurechtlegen…
"Sphere"
(1998)
von Mike Nichols, mit Dustin Hoffman
etwas unheimlicher SF-Thriller: Ein außerirdisches Etwas in einem versunkenen Rauschschiff lässt alles Realität werden, was die Menschen denken
"Superman - Der Film"
(1978)
von Richard Donner, mit Marlon Brando und Christopher Reeve
Eigentlich ein vergnügliches Superhelden-Movie, aber mit einem interessanten Anfang: Bevor der Planet Krypton in die Luft fliegt, schickt der Präsident Kal El, gespielt von Marlon Brando, seinen kleinen Sohn gen Erde. Er belehrt ihn, daß er als ein Wesen mit höheren Kräften eine besondere Verantwortung trägt, daß er sich nicht in das Schicksal der Menschen mischen, ihnen aber helfend zur Seite stehen darf. Das kennt man sonst nur aus gechannelten Botschaften über die Aufgaben von "Geistführern". Und auf der Erde hat er natürlich so manche Probleme mit seinem Anderssein, die er erst allmählich lernt, zu überwinden unter anderem mit den Erfolgserlebnissen, hin und wieder die Erde zu retten…
"2001 Odyssee im Weltraum"
(1968)
von Stanley Kubrick
Ein Klassiker, eine Weltraumoper, ein philosophisches, hypnotisierendes Meisterwerk. Selten hat ein Film so viele Deutungen ins Leben gerufen wie dieser für die einen ist er ein religiöse Offenbarung, andere sehen in ihm eine resignative, atheistische Endzeitstory. Inhalt: Zur Zeit der Urmenschen zeigt sich ein seltsamer schwarzer Monolith. In der Zukunft, die Menschen sind nicht viel besser geworden, ist er immer noch da mit einem größeren Ableger im Weltall. Eine Mission dorthin beginnt und endet mit einer inneren Reise des Astronauten Borman in andere Dimensionen. Zuvor führt er heftige Gespräche mit der interessantesten Persönlichkeit des Films dem Bordomputer HAL. Bowman erlebt sich am Ende als alter, sterbender Mann und erlebt eine Art mystische Neugeburt als kosmisches Wesen.